Verkehr

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Ob Straßen- und Autobahnbauten, Flughafenausbau oder große Unutzprojekte wie Suttgart 21: Ich beschäftige mich im Rahmen meiner politischen Arbeit mit dem Thema Verkehr. Die Protestaktionen nehmen oft die Form von (Baum)Besetzungen, weil dies eine Möglichkeit ist, den Protest Sichtbar zu machen, dem Gegner Probleme zu bereiten und zu verhindern dass Tatsachen ohne politische Auseinsetzung geschaffen werden. Der Erfolg solche Aktionesformen kann sich sowohl an einzelen Punkte messen lassen, als auch im Gesamtschau. Auch wenn eine Baumbesetzung geräumt wird, kann diese ein Erfolg sein. Ich schätze direkte Aktionen gegen umweltschzerstörische Projekte sehr.

Protest gegen Stuttgart 21

Baumbesetzungen und weitere Aktionen gegen den Ausbau des frankfurter Flughafens

Protest gegen Autobahnbau in kassel

Baumbesetzung gegen einen Straßenverkehrprojekt in Dresden (2010)

Baumbesetzung gegen die AUTO-ritäre Stadtpolitik in Lüneburg (2007)

les transports

Protest gegen Stuttgart 21

Ich habe mich insbesondere um das Jahr 2010 in Stuttgart im Protest gegen Stuttgart 21 engagiert.

"Stuttgart 21" wurde im Sommer 2010 zum Symbol für den Massenprotest gegen Heuchelei und Arroganz der Politik von oben. Mehrere zehntausend Menschen gingen jede Woche auf die Straße, gegen den Umbau des Kopfbahnhofes in einen unterirdischen Bahnhof. Zu Besuch in Stuttgart bei einem Anti-Atom-Vernet-zungstreffen begleitete ich einen Freund auf eine Demonstration gegen "Stuttgart 21". Bis zu diesem Zeitpunkt schenkte ich dem Thema wenig Aufmerksamkeit, ich wohnte schließlich über 600 Kilometer weit weg. Jetzt stellte ich fest, dass es mich auch betraf. Durch seinen Gigantismus und die Politik, für die es steht, verdient das Thema mehr als lokale Aufmerksamkeit. Für ein einzelnes, unsinniges Megaprojekt werden Milliarden Euro ausgegeben, während die Bahn immer mehr Nebenstrecken und kleine Bahnhöfe schließt. "Schneller, teurer, umwelt- schädlicher", lautet die Devise der Bahn mit"›Stuttgart 21". "Stuttgart 21" steht zudem im Zusammenhang mit weiteren internationalen Verkehrsprojekten, die über die Köpfe der Menschen hinweg und mit Gewalt durchgesetzt werden. Auf der Demonstration in Stuttgart waren zahlreiche NO-TAV-Fahnen zu sehen. "No Tav" steht für den Widerstand gegen eine Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Italien und Frankreich. Ganze Dörfer sollen der neuen Trasse weichen. Gegen dieses Projekt gibt es seit Jahren Massenproteste.

Sehr betroffen zeigten sich zudem die EinwohnerInnen über die vorausgesagten Auswirkungen des Megaprojektes auf das Stadtklima und insbesondere auf den Schlossgarten. Seit unserer dreimonatigen Baumbesetzung in einem Hamburger Park gegen Vattenfalls Kohlekraftwerk im Winter 2010 ist mir einiges bewusst: Parks zu haben, ist zum einen für das Stadtklima von Bedeutung, zum anderen erfüllen sie als Raum für Entspannung und Begegnungen eine soziale Funktion. Der Stuttgarter Schlossgarten war die grüne Lunge der Stadt. Mehrere Hundert alte Bäume wurden inzwischen gefällt. Was vom Park nun übrig bleibt, ist aufgrund von Grundwasserabsenkungen für den Tunnelbau vom Austrocknen bedroht.

Baggerbesetzung (2010)

Als FreundInnen mich auf eine für zwei Tage später geplante Besetzungsaktion ansprachen, reichte mir nur noch der Blick auf die Abrissbagger am Nordflügel des Bahnhofes, um meine Entscheidung zu treffen. 100.000 Menschen auf der Straße, das war gewaltig – aber nicht genug, um die Politik zum Umdenken zu bringen.

Ich habe in meinem Buch "Kommen Sie da runter!" ein Kurzgeschichte über diese Aktion greschrieben, sie heißt "die große Täuschung".

Über die aus dieser Aktion folgende gerichtliche Außeinandersetzung habe ich regelmäßig in meinem Blog berichtet.

Bericht zur Urteilsverkündung durch das Landgericht (Juni 2012, Aktenzeichen: 42 Ns 1 Js 81838/10)

Ich habe die Geldstrafe nicht selbst gezahlt, sondern die Tagessätze "verkauft". Ich habe Menschen, die die Aktion gut fanden und sich symbolisch beteiligen wollten, meine Tagessätze "verkauft". Es haben sich sehr rasch 30 Menschen zusammen gefunden. Das ist auch eine Art Widerstand zu leisten. Allein machen sie dich klein. Gemeinsam sind wir stark.

Rathausbesetzungsprozess (Laienverteidigung)

Und weil wir eben gemeinsam so stark sind, bin ich weiterhin im Widerstand gegen S21 engagiert. ich habe dort zwei Lesungen mit meinem Buch "Kommen Sie da runter!" gemacht und Leute, die wegen Aktionen gegen S21 vor Gericht, verteidigt. Wir haben im Rathausprozess wo ich als Verteidigerin mitwirke, die Sprungrevision gewonnen. Der Prozess muss von Neuem vor dem Amtsgericht beginnen - es sei dem die Staatsanwalschaft sieht die Absurdität des Ganzen ein und stellt die Verfahren ein. Den Strafantrag hat das ach so "grüne" Rathaus unterschrieben, die Stadt will ihren Strafantrag nicht zurück nehmen. Gut es sieht auf Landeseben genauso aus: die Grünen waren Spitze, um das unsinnige Projekt durchzusetzen: Beruhingungspille "Schlichtung", etc. All dass ist in meinem Buch im Text "die große Täuschung" nachzulesen und in meinem Blog unter dem Stichwort S21.

Seite von Robin Wood mit Hintergründen zu S21

Bahn für alle: für eine nachhaltige nutzerfreundliche Bahn

Ich beteilige mich immer mal wieder an Aktionen zum Thema Bahn: ob gegen die Privatisierung der Bahn oder gegen die Abschaffung von Nachtzügen, etc.

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Baumbesetzungen und weitere Aktionen gegen den Ausbau des frankfurter Flughafens

Protestaktion bei der Firma Sehring (2015)

unter dem Motto "Kein Sand für Fraports Betonflughafen!" demonstrierten Robin Wood AktivistInnen im Sommer 2015 bei der Firma Sehring, die Beton für den Flughafenausbau liefert.Der Beton- und Kieslieferant Sehring ist ein Profiteur des sozial und ökologisch unverträglichen Flughafenausbaus. Das Unternehmen will im Bannwald am Langener Waldsee 60 Hektar für die weitere Auskiesung roden. Zum Aktionsericht

Kletterprotest im Flughafenterminal gegen neue Landebahn (2011)

Am 21.10.2011 haben AktivistInnen vom Robin Wood, kletternd gegen die Inbetriebnahme der neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen protestiert. Währenddessen demonstrieren einige Hundert Menschen lautstark am Zaun der neuen Landebahn. Ein 40 Quadratmeter großes Transparent mit der Aufschrift „Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Flugbewegungen deckeln!“ breiteten wir im Terminal 2 aus. Auch wenn wir die Inbetriebnahme der neuen Landebahn trotz Jahren Protest nicht verhindern konnten... Das ist bitter, aber wir haben es mit einem gewaltigen Lobby zu tun! Der Flughafen ist dank des vielfältigem Widerstand nicht so schnell gewachen wie die Profitgierigen von Frapport und von der Politik es gerne gehbt hätten. Darum ist Protest notwendig - auch wenn das ganz große Ziel nicht immer erreicht wird! Zum Aktionsbericht

Ein Kommentar zum Thema Nachtflugverbot(2012)

Ein Kommentar zur Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes in meinem Blog. Ich nenne die Entscheidung ein Etappensieg mit bitterem Nachgeschmack.

Baumbesetzung gegen die neue Landebahn in Kelsterbach (2008-2010)

Ich habe mich im Winter 2008 - 2009 an Baumbesetzungen gegen die neue Landebahn in Kelsterbach beteiligt. Dieser aktiven Zeit in Kelsterbach habe ich eine Kurzgeschichte in meinem Buch "Kommen Sie da runter!" gewidmet. Zu der Waldbesetzung gibt es einen Blog mit zahlreichen Berichten und Artikeln aus der Zeit der Baumbesetzung und der Prozessen (sowie aktuelle Beiträge zum Them Flughafen und Baumbesetzungen).

Artikel aus der FR über das Eichhörnchen bei der Baumbesetzung mit Bildergalerie sowie Artikel aus Echo Online

Im Radiodeature von Nadine Dietrich auf DLF "Eichhörnchens Permanente Revolte!" kommen der Widerstand im Kelsterbacher Wald und den anschließenden Prozess vor Gericht vor.

Zum Urteil (pdf) vom Amtsgericht Frankfurt (2010) gibt es in meinem Buch eine Kurzgeschichte: "Alchemie im Namen des Volkes". Das Aktenzeichen lautete 912 Ds 6140 Js 20145109 – Amtsgericht Frankfurt am Main

Video zum Prozess vorm AG FFm

Eine Polizistin, die der Meinung war, ich hätte mich bei der Räumung einer Harwesterbesetzung "schwer gemacht" verlangt 1200 Euro Schmerzensgeld. Sie hat den Zivilprozess gegen mich verloren. Und der Schmerzensgeldunfug ist Thema einer Kurzgeschichte in meinem Buch Kommen Sie da runter!, die Geschichte heißt "Die Erdanziehungskräfte". AG Urteil als pdf, Schreiben vom Landgericht als pdf (die Politistin wollte in Berufung gehen... war natürlich aussichtlos, wie das Landgericht mitteilte)

Zusammenfassung der Angelegenheit (als pdf)

Ebensowenig gab es sonstige physikalische Veränderungen, insbesondere keine Entgegnung Klage-Begründung auf eine Veränderungen der Erdanziehungskraft, aus denen auch nur annähernd geschlossen werden könnte, die Beklagte habe sich "plötzlich schwer" gemacht. Beweis: Einholung eines Sachverständigengutachtens

hieß in einer Stellungnahme in diesem absurden Verfahren! ( Aktenzeichen: 31 C 1253/09 – 23 Amtsgericht Frankfurt am Main)

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Protest gegen Autobahnbau in kassel

Die A 44 von Kassel nach Eisenach ist das letzte Verkehrsprojekt Deutsche Einheit. Der Neu- und Ausbau von 64 Kilometern Autobahn zerschneidet Wälder und sieben europäische Naturschutzgebiete im nordhessischen Bergland. Der erste von insgesamt 11 Bauabschnitten, die Ortsumgehung Walburg, wurde 2005 eröffnet. Der zweite Abschnitt, die Ortsumgehung Hessisch Lichtenau, ist im Bau. Diese Baustelle sieht aus wie eine Mondlandschaft und zeigt den enormen Flächenverbrauch. Andere Abschnitte sind dagegen noch in der Planungsphase.

Der Spatenstich für den Bau des ersten größeren Streckenabschnitts zwischen Helsa und Hessisch Lichtenau wurde am 25. Mai 2010 gesetzt. Das 5,2 Kilometer Autobahnteilstück kostet 241 Millionen Euro, mehr als 46 Millionen Euro pro Kilometer. Das Land Hessen beharrt auf dem Bau, obwohl die offizielle Verkehrsprognose nur ein Viertel des durchschnittlichen Verkehrsaufkommens auf deutschen Autobahnen für diesen Neubau vorhersagt. Das im Bundeshaushalt vorgegebene Kosten-Nutzen-Verhältnis wird weit unterschritten. ROBIN WOOD Kassel ist seit Planungsbeginn in den Neunzigern gemeinsam mit der Aktionsgemeinschaft Verkehr Nordhessen gegen den Bau der Autobahn aktiv.Ich beteilige mich punktuell an Aktionen dort.

Hintergrundinfos, siehe auf der Homepage von Robin Wood.

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Baumbesetzung gegen einen Straßenverkehrprojekt in Dresden (2010)

Gegen Straßenausbau, Brückenbau in der UNESCO-Welt-Erbe-Stadt. Verkehr und Umweltverschmutzung werden ein mal mehr gegen den Willen der Bevölkerung gewaltsam vorangetrieben.

Es endete mit einer bitteren Räumung durch SEK nach über einem Monat Besetzung.

Chronologie der Ereignisse ; Seite einer Bürgerinitiative ; Zusammenfassung von Robin Wood

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Baumbesetzung gegen die AUTO-ritäre Stadtpolitik in Lüneburg (2007)

Gegen Straßenausbau und gegen die AUTOfixierte Verkehrspolitik der Stadt Lüneburg. Eine Brücke wurde erweitert, Bäume mussten weichen. Jetzt gibt es eine überdimensionierte 4-spurige Strasse Richtung Innenstadt... Während der Bauarbeiten, als die Brücke gesperrt war, gab es weniger Staus als sonst! Ein Beweis mehr dafür, dass die Politik der Stadt völlig verkehrt ist. Denkmalhäuser werden durch den Verkehr gefährdet und beschädigt (Vibrationen). Indymedia-Bericht Gewaltsame Räumung durch SEK nach 10 Tagen Besetzung - das war die Antwort der Stadt auf friedlichem Protest in den Bäumen. SEK-Beamten können definitiv NICHT klettern! Der Einsatz war extrem gefährlich... Indymedia-Bericht zur Räumung der Baumbesetzung ; Bilderbericht

Ich war damals Lehrerin. Es hieß also: morgens zur Arbeit, Nachmittags und Nacht im Baum...

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