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Eine kleine Auswahl an Aktionen...

Auf dieser Seite:
- Protest gegen das Kohlekraftwerk in Hamburg Mooburg (u.a. Baumbesetzung Winter 2009-10)
- Baumbesetzung gegen Flugahabenausbau in Kelsterbach bei Frankfurt (2008-9)
- Baumbesetzung gegen Strassenausbau in Lüneburg (2007)
- Baumbesetzung gegen Strassenbauprojekt in Dresden (2007-8)
- Baumbesetzung gegen Braunkohletagebau in Lakoma bei Cottbus (2007)


- Allgemeines
- Baumbesetzung gegen die "Moorburgtrasse"
   Aktuelle Medlung: Etapensieg für BaumbesetzerInnen!!! Baustopp erreicht!
    Am 13. März wird im Park gefeiert und anschließend abgebaut

- Allgemeines

Im Hamburg Moorburg, wird von der Firma Vattenfall ein Kohlekraftwerk gebaut. Dagegen regt sich schon seit Jahren Widerstand. Das Eichhörnchen beteiligte sich an diversen Aktionen und Demonstrationen - insbesondere mit Robin Wood. Zahlreiche Gruppen koordinieren den Widerstand gegen Mooburg. Die grösseren Organisationen wie Robin Wood oder Greepeace, aber auch informelle Zusammenschlüsse wie "Gegenstrom" haben Aktionen in Mooburg durchgeführt .

Auswahl an vergangegen Aktionen
- RoWo-Aktionen: 12  ; 3
- Eine Greenpeace-Kletteraktion
- Gegenstrom in der TAZ

Die Grünen in der Schwarz-grünen Koalition haben den Bau vom Kohlekraftwerk mitgenehmigt! Von der Politik der Macht (also Wahlen) ist nichts vernüftiges zu erwarten. Der Widerstand wird von der Strasse kommen. Und vielleicht lenkt die Politik Oben dann letzendlich ein... Widerstand ist Handarbeit!
Derzeit regt sich der Protest insbesondere gegen die Moorburgtrasse auf.  Um den Kohlekraftwerk rentabel zu machen und sich ein Öko-image zu bauen, will Vattenfall eine "Fernwärmetasse" durch Hamburg bauen. Dieser Trasse sollen aber viele Bäume zum Opfer fallen... Für uns ist der Widerstand gegen den Trassenbau eine Möglichkeit, den Protest gegen den Kohlemonster in die Stadt zu tragen (Moorburg ist ein menschenloses Industriegebiet) und die Bevölkerung mitzueinbeziehen.

Links mit Infos zum Thema:
die Protestaktionen werden von einer Initiative getragen: http://moorburgtrasse-stoppen.de/
Robin Wood: http://www.robinwood.de/Moorburg ;
RoWo-Blog
Infos gibt's auch hier (eher zu früheren Aktionen): http://kohle-killt-klima.de/

- Bäume im Hamburger Gählerpark besetzt!
Aktuell
*Klage gegen Baugenehmigung zulässig! Baustopp für Vattenfall - Etapensieg für den Widerstand!
Am 13. März 2010 wird im Park gefeiert - und anschließend abgebaut und aufgeräumt.
Im Eilverfahren gab am 24. Febraur 2010 das Oberverwaltungsgericht der Beschwerde vom BUND gegen die Verwerfung seiner Klage durch das Verwaltungsgericht statt und verhängte zudem die aufschiebende Wirkung für die Klage - Was eine vorläufige Ausserkraftsetzung der Genehmigung für die Moorburgtrasse also einen vorläufigen Baustopp bedeutet! Beschluss als PDF
Das Gericht folgt zum großen Teil den Argumenten der UmweltschützerInnen und prangert das fehlende Planfeststellungsverfahren an. Der geplannte Trassenbau hat derart große Auswirkungen auf die Umwelt, dass eine Uweltverträglichkeitsführung mit Beteiligung der Öffentlichkeit hätte durchgeführt werden müssen. Weiter lesen

* Wie ist die Stimmung bei der Baumbesetzung?

Das Eichhörnchen erzählt. Hörbeiträge

Der Anfang
In Dezember klettern Robin Wood AktivistInnen und weitere umweltbegte Menschen hoch in die Bäume im Gählerpark, um Widerstand vor zu leisten - ein schöner Gegensatz zu den fruchtlosen Klimadiskussionen in Kopenhagen. Umweltpolitik muss praktisch sein!
Hier die Pressemitteilung von ROBIN WOOD (18.12.2009) - mit Links zu Bildern
Die Aktion dauert an und die BesetzerInnen freuen sich auf Unterstützung: Hoch in den Bäumen, Bodenunterstützung (man kann vor Ort übernachten, Schlafsack mitbringen!); Infrastruktur (Essen, Bauen, etc.).
Voraussischtlich bis März wohnen also die AktivistInnen in den besetzten Bäumen :-) Mitte März fängt dann die Brutzeit wieder an, die Bäume dürfen nicht mehr gefällt werden.
Ihre Gedanken teilen AktivistInnen in kurzen Hörbeiträgen mit (bislang ging vor allem das Eichhörnchen ans Mikofon ) Siehe bei Robin Wood

Weitere Entwicklungen
Vattenfall hatte - wohl auf Grund des politischem Druck von Unten, der besonderen öffentlichen Aufmerksamkeit für das Thema -  bereits zu Beginn der Baumbesetzung  erklärt, die Bäume nicht vor der Gerichtsentscheidung über eine laufenden Klage vom BUND gegen die durch die Stadt Hamburg erteilte Baugenehmigung zu fällen, bis zum 24. Februar 2010 hatte diese Klage eigentlich rechtlich gesehen keinerlei Aufscheibende Wirkung (siehe rechtliche Auseinandersetzung). Die Klage richtet sich gegen die Genehmigung des Hamburger Senats für die Fernwärmetrasse. Die Genehmigung wurde in einem vereinfachten Verfahren erteilt, es wurden weder ein Planfestellungsverfahren erstellt noch die Umweltversträglichkeit geprüft. Die schwarz grüne Senat begründete dies mit der Tatsache, dass der Kohlekraftwerk Moorburg selbst bereits genehmigt worden war und die Trasse sei ja Bestandteil der Auflagen für die Inbetriebnahme des Kohlekraftwerks. Die Politik wollten somit über den Köpfen der Menschen hinweg in aller Eile entscheiden - der Plan ging jedoch nicht auf... Menschen kündigten rasch Widerstand ein. Die Baumbesetzung ist eine der vielfältigen Widerstandformen,  die ins Spiel kommen und noch kommen werden.


Und die Baumbesetzung zeigte schnell Wirkung!
Vattenfall kam so langsam aus der Deckung und der Chef für Hamburg schlug mit der Faust auf den Tisch: Das Kohlekraftwerk wird so oder so gebaut sagte Schubach, notfalls auch ohne ?Kraftwärmekopplung?. Das klang irgendwie ein bischen hilflos, das klang so, als wolle Vattenfall den BaumbesetzerInnen den Wind aus dem Segel nehmen. Siehe Mopo was aber natürlich nicht gelang.
Die Grünen - die für die erteilung der Genehmigung verantwortlich sind - sind inzwischen wirklich auf der Defensiv  geraten und wollen nun Monate nach der Erteilung der Genemigung mit Vattenfall über Alternative reden (siehe zum Beispiel TAZ )... Die Sache ist zum Politikum geworden! Und es kann ruhig höher kochen - dann ist die Sache politisch nicht mehr durchsetzbar und  der Kohlekraftwerk Moorburg wirtschaftlich nicht mehr retabel zu betreiben!!! An anderen Standorte mussten bereits Kohle-Großprojekte aufgegeben worden (TAZ)....

Die BaumbesetzerInnen nutzten die ruhige Zeit ohne akute Räumungsgefahr, um sich gemütlich in und um den Bäumen niederzulassen, um Infrastruktur aufzubauen und Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Und sie blieben wahrsam - An  das Versprechen (die Bäume vorerst nicht zu fällen) eines profitgierigen Grosskonzerns wollten sie sich nicht verlassen. In erster Intanz wurde zum einem die Klage vom BUND abgewiesen. Mitte Febraur war zum anderem sogar erhöhte Wachsamkeit angesagt: gut unterrichteten Kreisen hatten Erkenntnisse erhalten, wonach Vattenfall die Ausschreibungen für die Fällarbeiten inzwischen abgeschlossen hatte. Weiter waren Bewegungen seitens der Staatsmacht - den bewaffneten Arm von Grosskonzernen bei der Sicherung von Profitinteressen -  zu beobachten. Die Bauplanungen des Konzernes gerieten jeodoch ende Febraur plötzlich durcheinander: der Beschwerde des BUND vor dem Oberverwaltungsgericht wurde stattgegeben, der Klage wurde sogar eine Auschiebende Wirkung zugesprochen. Es heißt nun vorläufiger Baustopp für Vattenfall.

Die jurisische Auseinandersetzung um die Trassenbaugenehmigung
Der BUND hat eine Klage gegen die vom Hamburger Senat erteilte Baugenehmigung erteilt. Siehe Pressemitteilung vom BUND
Am 14. Januar 2010 verfarf das Verwaltungsgericht die BUND Klage als unzulässig ab. Anläßlich dieser Entscheidung gab es eine Pressekonferenz.
Berichte: Gemeinsame PM der TrassengegnerInnen -  DDP - TAZ - MOPOTagesspiegel - Wedel-Tageblatt - Indy
Es wurde Rechtsmittel eingelegt.
Im Eilverfahren gab nun am 24. Febraur 2010 das Oberverwaltungsgericht der Beschwerde vom BUND gegen die Verwerfung seiner Klage durch das Verwaltungsgericht statt und verhängte zudem die aufschiebende Wirkung für die Klage - Was eine vorläufige Ausserkraftsetzung der Genehmigung für die Moorburgtrasse also einen vorläufigen Baustopp bedeutet! Beschluss als PDF

Das Gericht folgt zum großen Teil den Argumenten der UmweltschützerInnen und prangert das fehlende Planfeststellungsverfahren an. Der geplannte Trassenbau hat derart große Auswirkungen auf die Umwelt, dass eine Uweltverträglichkeitsführung mit Beteiligung der Öffentlichkeit hätte durchgeführt werden müssen.
Das Verfahren wurde an das Verwaltungsgericht für eine Entscheidung im Hauptsachverfahren zurückgewiesen. Es ist aber wahrscheinlich, dass das Hamburger Senat und Vattenfall die Rechtswidrigkeit der Baugenehmigung anerkennen und dass das Hausachverfahren nicht durchgeführt werden muss.  Statt dessen ist ein neuer Versuch, die Genehmigung für eine Fernwärmetrasse  im Gang zu bringen, zu erwarten. Dieses mal mit Bürgerbeteiligung. Dies Verfahren müsste mehrere Monate, viel sogar über ein Jahr in Anspruch nehmen. Das Gericht selsbt geht davon aus, dass eine Inbetriebnahme der Fernwärmetrasse für die Heizperiode 2012/13 nicht wie von Vattenfall ursprüglich vorgesehen, erfolgen wird. Was die Inbetriebnahme des sich im Bau befindlichen Kohlekraftwerks in Frage stellt. Die Trasse ist nämlich Bestandteil dessen Betriebsgenehmigung.
Wir haben eins von unseren Zielen erreicht: Vattenfall der Supe versaltzen !!!
Und es geht weiter. Der jetzige Erfolg ist nur ein Etapensieg!

Nicht vergessen: Dies ist ein Erfolg, was dem gemeinsamen Widerstand von BürgerInnen auf verschiedenen Ebenen zu verdanken ist - denn bis zum 24. Februar hätte Vattenfall die Bäume fällen dürfen und Tatsachen schaffen können. DIe Klage hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine Aufschiebende Wrkung und Vattenfall hatte alle Vorbereitungen für die Fällungen bereits getroffen.
Die BesetzrInnen hoch in den Bäumen und ihre UnterstützerInnen haben verhindert, das Vattenfall Tasachen schaft .
Die BesetzerInnen und die Initiative Moorburg-Stoppen haben Aufmerksamkeit für ihren Protest erweckt und den politischen Druck so hoch steigen lassen, das PolitikerInnen auf der Defensiv gerieten, das Vattenfall kleinlaut wurde.
Die Klage, die vom BUND stellvertretend für die EinwohnerInnen -die kein Klagerecht hatten, eingereicht wurde, gibt den AktivistInnen eine Atempause. Der juristische Erfolg hat grosse Bedeutung, weil er eintritt, bevor es zu spät - Dank der Mobilisierung von den AktivistInnen.

Presse zum Baustopp von Febraur 2010:
Das
Online-Magazin berichtet schon mal und auch NDR Online ist am Puls der Zeit und auch die MOPO ist dabei und auch das Hamburger Abendblatt berichtet und die TAZ zieht auch nach. Sowie Neues Deutschland
Die schriftliche Begründung des Beschlusses war wieder ein Anlaß für Pressemitteilung und -Berichte: PM von BUND und ROBIN WOOD ;  TAZ ; Altona-info ; Abendblatt ; La Voix (Französisch) ;

 Allgemeine Berichterstattung zur Baumbesetzung, eine Auswahl:
Anfang der Besetzung
TAZ ; Mopo 1 und 2 (21.12.09, zweiter Artikel mit mehr Inhalten zum Thema Kohlekraftwerk) ; RTL ; Scharf Links
TAZ zum Neujahrsempfang ; Süddeutsche Zeitung; Ein Fake sorgte für Aufregungen (Mopo),  Mopo 9.1.10 (halt im Mopo-Still...) - ARD war auch da (Morgenmagazin) - Junge Welt -
Zweite Januarhälfte und danach:
Tagesspiegel
Porträt über das Eichhörnchen in Public Forum
Artikel im Greenpeace Magazin (noch nicht erschienen)
Neues Deutschland 1 und 2

Wir glauben daran: durch unseren Widerstand können wir die Moorburgtrasse noch verhindern.
Vattenfall haben wir die Kohlesuppe bereits deutlich versalzt!


Gegen den Flughafenausbau. 280 Hektar Wald samt Tiere und Ökosystem sollen einer neuen Landebahn weichen. Fraport zerstört die Umwelt und Menschenrechte werden mit Füßen getreten.  Widerstand ist aber nötiger denn je! ich bin dabei!
http://waldbesetzung.blogsport.de/
Am 20.1.09.,  als die Rodungen angefangen haben und der Zaun rund um das Camp aufgebaut wurde, habe ich meine Hängematte direkt über den Köpfen der Polizisten, die den Bunker geräumt haben, aufgebaut... "Lieber in  Bäumen wohnen als Wälder roden" stand auf dem Transpi... Zeitungsartikel hierzu: FR-Rundschau - Bilder FR - Darmstädter Echo,
Die Besetzung wurde am 18.2.09. von der  Polizei geräumt. (z.B. FR-Bericht , FR-Bilder)
Dazwischen wurden die Rodungsarbeiten behindert: Jagdstörung, Harvesterbesetzungen, Baumbesetzungen direkt im Rodungsgebiet. Trotz Platzverweis gelang es den AktivistInnen immer wieder, Aktionen durchzuführen.
Beispiel aus der Berichtserstattung:  FR-Artikel vom 12.2.09 - In der Landeszeitung Lüneburg stand auch was unter... Lokales....
Baumbesetzung im rodungsgelände am 12.2.09 (Foto FR)   harvesterbesetzung 23.1.09  - Bouda Photographie
Baumbesetzung am Rodungsgelände 11.2.09 (verlinktes Bild; Quelle
Diana Djeddi/FR) / Harvesterbesetzung 23.1.09 (Quelle Bouda Photographie)
das Eichhörnchen war dabei

Das umzäunte Camp wurde zwischen den 20.1. und den 18.2. rund um die Uhr von Frapport-securities und Polizei bewacht. "Bewaffnete Gewalttäter in Uniform zum Schutz privater Interessen", meinten viele AktivistInnen. Ein- und Ausgänge wurden von der Polizei kontrolliert und registriert.  Nur als Besucher (ohne Ausrüstung) durfte Mensch zum Camp hin. Es wurde ständig durch die Polizei (und Fraport!) - rechtswidrig (FR-Artikel)- gefilmt.  Ich konnte diese Situation schwer ertragen: eingesperrt wie Tiere im Zoo und Ohnmachtsgefühl beim Beobachten der Rodungsarbeiten in Campnähe. 

Daher habe ich mich überwiegend an Aktionen außerhalb vom Camp beteiligt: Baumbese
tzuFr-Bild Eichhörnchen Kopfüberng und Harvesterbesetzung. Ich bin also ein paar Male in Gewahrsam gekommen. - und natürlich musste ich länger absitzen, als andere Beteiligten...  Das ist der Preis von politischem Engagement, insbesondere für unbeugsame Eichhörnchen! Bei der richterlichen Vorführung kam natürlich die Kraxelei von Anfang Januar auf dem Tisch...
Es geht nicht um Gefahrenabwehr, wie auf dem Papier behauptet wurde, sondern in der Tat um Bestrafung. Wer sich nicht an Normen hält und die herrschende Ordnung in Frage stellt, wird eingesperrt!

Ein umfassender Artikel vom Eichhörnchen über die Widerstandsaktivitäten erschien in der März-Ausgabe von der Zeitschrift Graswurzelrevolution
Der Widerstand geht weiter!
Derzeit gibt es unweit vom ehemaligen Camp eine Dauermahnwache.
(Letztes  Bild: verlinkung aus der Seite von der FR, Eichhörnchen  Kopfüber am 20.1.09)

Juristische Nachbereitung (Was das Eichhörnchen betrifft):

Prozess gegen das Eichhörnchen
Mittwoch, den 17.03.2010 um 9Uhr morgens und 
Mittwoch, den 31.03.2010um 13Uhr30
jeweils vor dem Amtsgericht Frankfurt am Main, Gebäude E ; Raum 23 (2. Stockwerk)

Vorwürfe:
- Harvesterbesetzung am 23.01.2009 :gemeinschaftlciher Hausfriedensbruch und Nötigung in Tateinheit  sowie Widerstand (gegen Polizisten, die uns gefährdeten!)
- Baumbesetzung im Rodungsgebiet  am 11.02.2009: gemeinschaftlicher Hausfriedensbruch
- Beklettern des Innendaches am Frankfurter Hauptbahnhof  am 31.12.2008: Hausfriedensbruch
Ein Gesetz was besagt, dass Menschen sich horizontal zu bewegen haben, dass vertikale Spaziergänge verboten sind, gibt es nicht, aber ein Verstoß gegen ungeschriebene Normen ist für die Justiz schon kriminell genug und wird zur Anklage gebracht.

Pflichtverteidigung wurde mir auf Grund der schwierigen Sach- und Rechtslage bewilligt. Und die Staatsanwaltschaft fürchtete Krach um die Akteneinsicht, die das Gericht widerechtlich Beschuldigten ohne Anwalt nicht gewähren will... Der Prozess soll offensiv politisch geführt werden.

Unterstützung zum Prozess:

- Presseankündigung : BI ; Robin Wood; Eichhörnchen (Links kommen noch)
- Eine Idee zur Unterstützung aus der Ferne: Aktion Portest-Fax-verschicken an Gericht und Fraport. Schließlich kommt es nur deswegen zu einer Anklage, weil Fraport (und die Deutsche Bahn für die Aktion am Hauptbahnhof) Anzeige erstattet hat. Ein Strafantrag, der jeder Zeit zurück genommen werden kann.

Hinweis für UnterstützerInnen vor Ort:
- Es gibt die Möglichkeit, bereit am 14. März nach Frankfurt zu kommen - Infos zu Treffpunkt, Programm und Unterkunft können per E-Mail angefragt werden.
- Am 15. März findet um 19:30 eine Informationsveranstaltung statt (siehe unter Termine)

- Mitbring-Kiste zum Prozess und für die Tagen zuvor (nicht ausführlich)
* Straßenmalkreide, Transparente (zum Aufhängen) und Plakate für die Kommunikationsguerilla
* Kletterausrüstung für spontaner vertikaler Stadtrundgang
* Block und Stift, um wichtiges mitzuschreiben
* eine Rolle für das "Theaterstück Gerichtsprozess", sowie bei Bedarf
passende Kleidung, (Theater-)Schminke, ...
* Spielzeug gegen Langeweile (z.B. Konfetti, Luftballons, Rasseln an der
Kleidung, Gummiball, Häkelnadel, Seifenblasen, Absperrband,
Polizei-Spielzeugautos, ...)
* Pappen und Edings (für den Fall, dass verbale Meinungsäußerung
untersagt wird)
* was leckeres zu Essen für die Pause
* Thermoskanne mit Tee oder Kaffee (auch für die Angeklagte ...)
* große Ausdrucke von Fotos eurer Lieblings-Bäume, Baumhäuser,
Einsatzbeamten, ...
* weitere Visualisierungen ?politischer? Meinungsäußerungen
(Vegan-Aufnäher, RoWo-T-Shirts, Ockel-Hass-Buttons, ...)
* Gute Laune und je nach Rolle evtl. eine Portion Respektlosigkeit. Sonne für die Aktionen
* ... darf ergänzt werden :)
Wenn Menschen in der Verhandlung spontan Ideen für passende Anträge - oder auch einfach nur Kommentare und Anmerkungen/Infos - haben, dürfen diese gerne der
Angeklagten weitergereicht werden (beispielsweise in Form von Papierfliegern).


In Einzelnen, die diversen Aktionen und Gerichtsverfahren

 *  Besetzung von Rodungsmaschinen 23. Januar 2009
Am 23. besetzte eine neun-köpfige Gruppe eine Harvestermaschine, um gegen die wenige Tage zuvor begonnene Waldrodung zu protestieren.
Den BesetzerInnen wird Hausfriedensbruch und Nötigung vorgeworfen.
Eichhörnchen hat nun vom Amtsgericht Frankfurt eine Anklageschrift erhalten. Die Verhandlung findet in März 2010 statt.
Die anderen Beteiligten haben keine Anklageschrift erhalten, sondern - wenn das Verfahren nicht bereits zuvor eingestellt wurde - Strafbefehle. Sie haben Einspruch eingelegt. Daraufhin haben sie vom Amtsgericht Rüsselsheim ein Einstellungsangebot - gegen 100 Euro Auflage - erhalten, was sie angenommen haben. Gegen das Eichhörnchen geht die herrschende Gewalt etwas anders vor, es ist auch nicht das selbe Gericht zuständig (Frankfurt statt Rüsselsheim).
Weitere Infos (und Stand der Dinge öfter aktualisiert) unter Repression

- Die BesetzerInnen wurden damals für 4 Stunden in Gewahrsam genommen. Auf der Klage vom Eichhörnchen hin, rechtfertigte die Polizei die Freiheitsenziehung (eher Freiheitsberaubung) mit "Personalienfeststellung"... Obwohl ich machen den Beamten persönlich bekannt war!  Als ich auf dem Harvester noch sa? wurde ich gar namentlich angesprochen. Das Amtsgericht Frankfuert am Main hat beschlossen: Die Freiheitsenziehung war rechtswidrig  (PM / Geschäftsnummer  vom Beschluss lautet: 6140 js 201451/09 POL - 931 Gs (931 Gs 469/09 ; Richter Becker) Artikel im FR ; Echo-Online Daraufhin legte die Staatsanwaltschaft Rechtsmittel ein - darüber wurde die Betroffene nicht einmal informiert. Daraufhin kam vom  Landgericht einen  unverschämten Beschluss... Gewahrsam war doch zur "Personalienfeststellung" nach StPO rechtens - obwohl die Personalien von vorne rein bekannt waren und ich mein Ausweis bereits vor Ort der Festnahme aushändigen konnte! Dabei wurde der Betroffenen überhaupt KEIN rechtliches Gehör gewährt.  Das Oberlandesgericht hat inzwischen entschieden, dass diese Anhörung nun in einem Nachverfahren nachgeholt werden muss - zustÂndig ist aber weiterhin die befangene Kamer beim Landgericht.

Zivilrechtlisches Verfahren:
Schmerzernsgeldforderung einer Polizisten in Höhe von 1200 Euro (?????) - fürs Wegtragen auf der Wache am 23.1. nach Harvesterbesetzung. Kein strafrechtliches Verfahren in diesem Zusammenhang.
Eine Mündliche Verhandlung fand am 2.2.2010 statt. Ich konnte nicht hinfahren, weil das Gericht über mein Antrag auf Prozesskostenhilfe noch nicht bescheiden hat udn nicht darauf eingegangen ist, die Verhandlung zu verschieben, um mir eine Teilnahme zu ermöglichen. Also ein faires Verfahren ist es von vorne rein nicht! Ich wurde von meinem Anwalt vetreten.
Das Verfahren in sich ist sehr skurill ich weiss nicht einmal wie die PKlägerinJ essica Gräb die sich als Polizistin angibt  -in der Akte ist kein Beweis dafür zufinden, was beweist, dass sie Polizistin ist- aussieht und wie sie an meine  privaten Daten gelangt ist! Sie hat wohl meine Daten bei ihrer Arbeitsplatz erlangt und sie frech für die Durchsetzung einer privaten Angelegenheit benutzt!!!
Und ich kann wirklich nichts dafür, wenn sie nicht fähig ist  jemandem fachgerecht weg zu tragen und sich dann beim Wegtragen verletzt.... wer geht denn Freiwillig in die Zelle ??? Hintergrund ist immerhin alltägliche polizeiliche Mißhandlung: vor dem Vorfall mit dem "Wegtragen" saß ich ja gefesselt zwei Stunden in der Einzelzelle eines Gefangenentransporters... Die beamtInnen ließen die Gefangenen nicht auf Toilette und trotz mehrmaliger Nachfrage erhielten wird keine Auskunft über den Grund der Freiheitsenziehung. Das ist eigentlich Standart in Willkürstaaten....
Weiter ist kein causaler Zusammenhang zwischen der angeblichen Verletzung am ahndgelenk und dem Wegtragen nachgewiesen.
Es scheint aber so zu sein, dass die Richterin keine Lust auf eine umfangreiche Beweisaufnahme hat und das Verfahren mit einem "Im Name der Polizei" schnell erledigen will... Die Schreiben des Anwaltes der Gegenseite sind eine sehr interessante Sammlung an falschen Verdächtigungen und ominösen Behauptungen... es soll wohl Stimmung gegen meine Person, gegen das Feindbild 'Demonstrant' gemacht werden.

Nun habe ich immerhin auch die Daten der Polizistin... ich kann Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen; ich will mich ja über die unfachgerechte Art und Weise wie sie mich weg getragen hat beschweren!


    * Klage gegen Polizeilicher Nachtüberfall : Ein Urteil im Name der Polizeibrutalität und der Gefahrenabwehr
Aus dem Urteil:
"Es ist nichts Ungewöhnliches, dass es bei nächtlichen Identitätsfeststellung in einem Zelt zu Körperkontakten kommt"  Zum Bericht
  
 * Baumbesetzung im Rodungsgebiet 11. Februar 2009

Am 11. Februar wurde Bäume im Rodungsgebiet spontan besetzt. Die Besetzung erfolgte gegen 11Uhr . Die drei BesetzerInnen wurden anschließend von vermummten SEK-Beamten geräumt. Das Eichhörnchen ließ sich wie immer kopfüber räumen und war gegen 16Uhr wieder auf den Boden.

    - Ingewahrsamnahme "zur Gefahrenabwehr" mit Vorführung vor dem Amtsgericht:  Wenn UmweltaktivistInnen als Gefahr angesehen werden...  Was ist denn mit den Umweltzerstörungen durch die Fraport? Die befangene Richterin verweigerte mir ordentliches rechtliches Gehör (
sie weigerte sich meine eigenen Worte ins Protokoll aufzunehmen und formulierte um, sie wartete das Ende meiner Ausführungen nicht ab und verkündete ihren Beschluss ohne meine Angaben  überhaupt zu berücksichtigen) und erklärte die Maßnahme für zulässig. Dem Antrag der Polizei gab sie zwar nicht in vollem Umfang nicht statt (6 Tage Gewahrsam), sie ordnete jedoch den Gewahrsam bis zum folgenden Tag 18Uhr an (Richterin Stilp) - in einem gleich gelagerten Fall war es bis 12Uhr, warum diesen Unterschied? Politzuschlag für Eichhörnchen? So sehe ich es jedenfalls. Eine willkürliche Entscheidung wogegen ich Rechtsmittel eingelegt habe. Vor dem Landgericht wurden meine Ausführungen aber ebenfalls in keiner Weise berücksichtigt ... Eine Vefassungsbeschwerde läuft nun... wie im Falle der Harvesterbesetzung - mit ähnlichen Aussicht auf (nicht)Erfolg. Eichhörnchen sind doch sooo gefährlich. Das weiß man ja schon im Zusammenahng mit Atomtransporten (siehe Langzeitgewahrsam).
 
    - Strafverfolgung: Es wird uns Hausfriedensbruch vorgeworfen. Das Kletterzeug wurde beschlagnahmt.  Ich habe nicht mal ein richtiges Beschlagnahmeprotokoll erhalten (die Beamten sind nicht mal fähig sich an ihren eigenen Vorschriften zu halten!) und auch keine gerichtliche Entscheidung über den Verbleib der Gegenstände - oder genauer gesagt: ich habe den Beschluss erst jetzt in der Akte entdeckt, er wurde mir NIE zusgestellt - was nicht rechtens ist, klar. Aber was soll's... Gegen die Polizisten, die für dieses drum herum zuständig sind habe ich Dienstaufsichtsbeschwerde eingelegt.
Herbst 2009: ich habe nun eine Anklageschrift erhalten - Der Prozess findet in März 20010 statt.
Ach ja, und natürlich wollen sie mich böse verurteilen, weil ich die Redelsführerin gewesen sein soll... Wenn Polizei und Justiz ihre eigene Struktur und Weltanschauung auf uns übertragen... Ich muss wohl dem Gericht vortragen, was Anarchie und Herrschaftsfreiheit für mich/uns bedeutet... (siehe auch oben zum Thema Harvesterbesetzung und auch unter Repression)

- Räumung des Campes und einstweilige Verfügung
Am Räumungstag wurde eine an über 40 Menschen darunter das Eichhörnchen adressierte
einstweilige Verfügung der Fraport, vorgelesen... ich war aber gar nicht da! Eichhörnchen werden von den Herrschenden so sehr befürchtet, dass sie überall gesehen werden - auch wenn es gar nicht stimmt!
Gegen Straßenausbau und gegen die AUTOfixierte Verkehrspolitik der Stadt. Eine Brücke wurde erweitert, Bäume mussten weichen. Jetzt gibt es eine überdimensionierte 4-spurige Strasse Richtung Innenstadt... Während der Bauarbeiten, als die Brücke gesperrt war, gab es weniger Staus als sonst! Ein Beweis mehr dafür, dass die Politik der Stadt völlig verkehrt ist. Denkmalhäuser werden durch den Verkehr gefährdet und beschädigt (Vibrationen). Indy-Bericht
Gewaltsame Räumung durch SEK nach 10 Tagen Besetzung - das war die Antwort der Stadt auf friedlichem Protest in den Bäumen. SEK-Beamten können definitiv NICHT klettern! Der Einsatz war extrem gefährlich... Indy-Bericht
Baumbesetzung LG  für eine fachgerchte Räumung? SEK
übersicht Quelle Subkontur
Die Stadt Lüneburg besteht zwei Jahre danach weiterhin auf Kriminalisierung der Beteiligten.  400 bez. 500 Euro Bußgeld (Stand Januar 2009) will sie jeweils von 3 KletterInnen haben. Der absurde Vorwurf lautet "Baumklettern" und "Sondernutzung der Strasse". Widerspruch wurde eingelegt, die Stadt versucht zu verhindern, dass die Betroffenen Akteneinsicht erhalten
Ich habe noch 100 Euro Bußgeld dazu, weil ich eine Bundeswehrveranstaltung am Marktplatz durch Lau
tes pfeifen (grob ungehörig) gestört haben soll -find ich aber gut!!! 
Die Verhandlung vor dem Amtsgericht steht an. Die AktivistInnen bedanken sich für die politische Bühne. Die Verfahren gegen die eingesetzten gewalttätigen Beamten wurden dagegen eingestellt. Wenn Polizisten gewalttätig werden sind die AktivistInnen selber schuld. Sie sollten zu Hause bleiben.
Weiter lesen zu der Kriminalisierung von "Baumklettern" in Lüneburg

Gegen Straßenausbau, Brückenbau in der UNESCO-Welt-Erbe-Stadt. Verkehr und Umweltverschmutzung werden ein mal mehr gegen den Willen der Bevölkerung gewaltsam vorangetrieben.
Bittere Räumung durch SEK nach über einem Monat Besetzung
Chronologie ; BI ; Robin Wood

gegen Kohletagebau bei Cottbus und die dazugehörige Zerstörung von über tausende von Jahren gewachsene Ökosysteme für höchstens 20 Jahre Abbau, gegen die Vertreibung von Menschen und Tiere duch Vattenfall Mining Europe im Name von Profit...
Baumbesetzung durch unabhängigen und Robin-Wood AktivistInnen, gefährliche Räumung durch Vattenfall,  friedliche AktivistInnen vor Gericht (das Festketten am Baum mit einem Stahlrohr was die Räumung erschwerte,soll eine passive Bewaffnung gewesen sein)
- Robin Wood
- Indymedia
- Zeitungsartikel: Sammelung aus Lausitzer Rundschau Räumung, Zum meinem Prozess (1.Tag - inzwischen wurde das Verfahren eingestellt)


Bahn für alle / Robin Wood gegen die Privatisierung der Deutschen Bahn
http://www.bahn-fuer-alle.de