* Leben(s)Wagen : Ein Alternatives Wohn- und Freiraum Projekt in Lüneburg
Es
lebe das Leben in fliegenden Bauten. Wir sind Anfang Oktober 2010 auf
den neuen Wagenplatz am Ebelingweg eingezogen. Wir leben uns Stück für Stück
ein, die Gemeinschaft wächst und findet sich. Noch sind wir am Anfang,
viel Arbeit steht an und keiner weiß, ob und wie es uns gelingen wird,
diesen Stück Utopie zusammen zu leben.
Es sind aber schon mal....
Kleine Schritte für große Träume!
Die Entwicklungen kannst du auf der Homepage von Lebenswagen mitverfolgen - das "Busy-Eichhörnchen" findet aber nicht immer Zeit, diese zu aktualisieren... Pardon für die Verzögerung...
Aktuell steht die Einweihungsparty am 3. september 2011 an !!!!
Über Unterstützung freuen wir uns auf jeden Fall!
Die Kontonummer vom Verein:
Inhaber: Lebenswagen e.V.
Kontonummer: 2027713800
BLZ 43060967
GLS Gemeinschaftsbank
BIC: GENODEM1GLS
IBAN: DE24430609672027713800
* Dem Kapitalismus auf der Naze
herumtanzen und Normen in Frage stellen:
Street
climbing: Beklettern von Hochhäusern in Frankfurt (Dezember 2008)
Der
Jukss fand in Frankfurt statt. Ein buntes selbsverwaltetes
Kongress mit netten Menschen, interessanten Workshops und Freiräume zum
Ausprobieren und Utopien verwirklichen. Ich bin selten in
Frankfurt. Die Geld-Hauptstadt finde ich ja nicht besonders
attraktiv: riesige häßliche Hochhüaser, kaum Grünfläsche, Flugahfen und
Lärm, kapitalistische Einrichtungen ohne Ende. Ein Gegensatz zu
machbaren Utopien de Selbsverwaltung, eines Leben im Einklang mit der
Natur. Als leidenschafliche Kletterin bin ich also auf die Idee
gekommen, die Stadt symbolisch durch das Beklettern von Gebäuden ein
Stück zurück zu erobern. Klettern am Skyper, am Hauptbahnhof... Reclaim
your area! Lustigerweise habe ich zufällig das selbe Hochhaus wie der
bekannte Solo-Kletterer Alain Robert bereits 6 Monate früher
ausgewählt! Gut ich bin gesichert gekelltert... dafür war's aber bei Minusgrad schön kalt,
die Hände klebten fast auf dem Stahl...
Natürlich
sehen die grün-blauen Herrschaften die Kraxelei an Gebäude anders -
bloss keine Normen in Frage stellen und die schöne kapitalistische
Ordnung durch Taten in Frage stellen! Ich wurde folglich innerhalb von
3 Tagen festgenommen. Beim dritten mal wurde ich vor Gericht
vorgeführt und musste 24 Stunden in Gewahrsam bleiben (Richter Kroh).
Mit der absurden
Begründung, ich würde mich selbst gefährden (???). Wenn Richtern nichts
einfällt und sie aber schon unbedingt bestrafen wollen... Denn das mit
dem "Hausfriedensbruch" ist schon sehr fragwürdig, ich bin ja draussen
geblieben, ich wolle nicht hinein. Und der Bahnhof ist ein
öffentliches Gelände wo keine Schilder wie "bitte bewegen Sie sich nur
horizontal" , "nicht beklettern" stehen.
Anekdote:
Grober Unfug, meinte die Polizei nach der Bahnhofsaktion. Das gibt's
aber im StGB nicht mehr, das ist jetzt eine Owi: Gorb ungehörige
Handlung. Hierzu hatte die BP leider keine Übersetzung für eine
Belehrung auf Französisch. Unfug hat ja die Polizei gemacht, nachdem
sie in keinerlei nachvollziehbarer Weise Gleise sperrte (obwohl
ich mich ja in der Bahnhofshalle befand und nicht über die Gleise). Ich
konnte zwar von oben nix hören, aber naja, ich habe schon gesehen, was
für Aufregung da war, so dass ich ja auch zügig herunter geklettert bin.
Am 17. und 31. März muss ich wegen der Aktion am Hauptbahnhof in
Frankfurt vor Gericht... Ein Gesetz was besagt, dass Menschen sich
horizontal zu bewegen haben, dass vertikale Spaziergänge verboten sind,
gibt es nicht, aber ein Verstoß gegen ungeschriebene Normen ist für die
Justiz schon kriminell genug und wird zur Anklage gebracht.
Es wird ein ziemlich dicker Prozess sein, Angeklagt bin ich ebenfalls
wegen Hausfriedensbruch mitte im Wald... als ich gegen den
Flughafenausbau demonstrierte.
Die
Polizei hat anläßlich dieser Kletteraktionen in der City die
Pressearbeit übernommen, denn nach jedem vertikalen
Spaziergang hat sie eine Pressemitteilung heraus gegeben. So habe
ich erfahren, dass ich beim Skyper am 13. Stockwerk von der
Feuerwehr geräumt wurde - ich zähle sowas ja nicht! Natürlich versuchte
die Polizei sich als Freund und Helfer darzustellen. Ihr autoritäres
Verhalten wird mit Begriffen wie "Helfer, Retter" umgeschrieben... Die
Kraxelei hat aber auf jeden Fall Spaß gemacht, war ganz schön frech und ist
besser als gedacht in der Öffentlichkeit angekommen - der Spruch vom
wittzig kleinen Bettlaken-Transpi am Skyper stand sogar in der
Blöd-Zeitung - häm ist keine Referenz für Qualität, aber wenn die
Blöd-Z. selbst die Botschaft versteht... ) Amüsant war auch das
Betrachten vom aufgeregten Polizei-ameisen-haufen aus einer
luftigen Perspektive.
FR-Artikel 1,
2
; FAZ 1,
2
; bis nach LG kamen die Polizeimeldunge: LZ-Artikeln mit Leserbrief


Bilder vom Skyper am 30.12.08 und
Leserbrief in der LZ vom 07.01.09
(jeweils
auf dem Bild klicken, um es in grosserer Auflösung anschauen zu können)
* Antipub: Aktionen gegen Werbung
* Papierflut